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Fakultät Sozialwissenschaften

Virtuelle Reparaturen: Arbeit an technischen Zukünften

Teilprojekt A05 des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs 1567 »Virtuelle Lebenswelten« (Ruhr Universität Bochum)


Reparaturen halten Gesellschaften am Laufen, denn diese stützen sich auf eine Vielzahl an Dingen und Technologien, die Verschleiß nehmen oder kaputt gehen können. Auch in der viel beschworenen "Wegwerfgesellschaft" ist Reparatur zentral und gewinnt angesichts gegenwärtiger ökologischer Krisen weiter an Bedeutung. Es werden dabei vermehrt digitale Technologien und Infrastrukturen genutzt, um Reparaturen zu antizipieren, zu planen und durchzuführen.

Das Forschungsprojekt untersucht in zwei qualitativen Fallstudien, wie durch Reparaturpraktiken Zukünfte geformt werden. Auch wenn Reparatur üblicherweise in ihrem Vergangenheitsbezug verstanden wird, etwa in Kunstrestauration, architektonischer Rekonstruktion oder technischer Störungsbehebung, wird in Reparaturpraktiken aber ebenso Zukunft gestaltet: Als Praxis vereint Reparatur auf spannungsreiche Weise erhaltende und gestaltende Aspekte.

Das Projekt erforscht dabei, wie digitale Medien und Infrastrukturen genutzt werden, um Objekte in Reparaturen virtuell zugänglich zu machen. Analysiert werden sowohl kurzfristigere Alltagsreparaturen von Kleidung, als auch langfristigere Reparaturen an industriellen Textilmaschinen. Die Forschung zielt darauf, ein praxeologisches Verständnis von Virtualität zu entwickeln, das mediale und infrastrukturelle Aspekte von Reparaturen unter aktuellen sozialökologischen Bedingungen zwischen Erhaltung und Gestaltung konzipiert.

Team

MitarbeiterinClara Gander (seit 08/2026)
MitarbeiterinTereza Preussova (seit 08/2026)
Studentische HilfskraftJoana Rutz (seit 10/2026)
Studentische HilfskraftSahan Selamet (seit 10/2026)
ProjektleiterinRonja Trischler

Ausgewählte Publikationen

  • tba

Website: SFB 1567 (A05)